Content & KI-Texte

Videos auf der eigenen Website: So werden sie für Google und KI-Systeme sichtbar

von Benjamin Kaim
SEO & KI Experte
Aktualisiert: 3 Min. Lesezeit

Videos auf der eigenen Website werden von Google nur gut erfasst, wenn sie technisch auffindbar sind und mit Informationen beschrieben werden. Google empfiehlt eigene Videoseiten mit eindeutigem Titel und Beschreibung, VideoObject-Markup oder eine Video-Sitemap, ein gültiges Vorschaubild und keine Hürden wie Klicks, die das Video erst laden. Für KI-Systeme, die vor allem Text lesen, ist zusätzlich ein Transkript oder eine Zusammenfassung entscheidend.

  • Pro wichtigem Video eine eigene Videoseite mit eindeutigem Titel und Beschreibung.
  • VideoObject-Markup oder Video-Sitemap mit Name, Beschreibung und Vorschaubild.
  • Video nicht erst nach Klick oder Wischen laden.
  • Transkript oder Zusammenfassung als Text für KI-Crawler.

Was Google für Videos empfiehlt

Videoempfehlungen von Google Search Central
BereichEmpfehlung
EinbindungStandard-Elemente wie video, iframe oder embed; keine Nutzeraktion zum Laden nötig
Videoseiteeigene Seite, deren Hauptzweck das Video ist, mit eindeutigem Titel und Beschreibung
Vorschaubildgültig, unter stabiler URL, mindestens 60 × 30 Pixel
MetadatenVideoObject-Markup, Video-Sitemap oder Open-Graph-Angaben
ZugriffVideodatei nicht per robots.txt oder noindex sperren
Wichtige MomenteClip-Markup mit Start, Ende und Label oder SeekToAction; bei YouTube Zeitmarken in der Beschreibung

„Don’t rely on user actions (such as swiping, clicking, or typing) to load the video.“

Google Search Central, Video SEO best practices

Warum Text zum Video für KI entscheidend ist

Viele KI-Crawler verarbeiten vor allem HTML-Text und führen laut einer Auswertung von Vercel kein JavaScript aus, siehe JavaScript und KI-Crawler. Was nur im Video gesagt wird, bleibt für sie unsichtbar. Ergänzen Sie deshalb jede Videoseite um eine kurze Zusammenfassung, die wichtigsten Aussagen als Text und idealerweise ein vollständiges Transkript. Das hilft auch Menschen, die ohne Ton schauen, und erfüllt eine wichtige Anforderung der Barrierefreiheit.

So bauen Sie eine gute Videoseite

  1. Aussagekräftiger Titel und eine Kurzantwort zum Thema des Videos.
  2. Video gut sichtbar im oberen Bereich einbetten.
  3. Zusammenfassung mit den wichtigsten Aussagen, Zahlen und Schritten.
  4. Kapitel mit Zeitmarken für längere Videos.
  5. Transkript, gegebenenfalls aufklappbar, aber im HTML enthalten.
  6. VideoObject-Markup mit name, description, thumbnailUrl und uploadDate.
  7. Verlinkung von passenden Ratgeber- und Leistungsseiten.

Für YouTube selbst gelten eigene Regeln, siehe YouTube und KI-Sichtbarkeit. Zur Barrierefreiheit siehe Barrierefreiheit und KI-Sichtbarkeit.

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Begriffe erklärt: VideoObject-Schema, Video-Sitemap und Wichtige Momente.

Häufige Fragen

Reicht es, YouTube-Videos einzubetten?

Für die Darstellung ja. Damit die Seite für Google und KI-Systeme aussagekräftig ist, braucht sie aber eigenen Text, etwa eine Zusammenfassung oder ein Transkript.

Braucht jedes Video eine eigene Seite?

Nicht jedes. Laut Google lohnt sich eine eigene Videoseite vor allem, wenn das Video der Hauptinhalt ist. Ein Blogartikel mit eingebettetem Video gilt in der Regel nicht als Videoseite.

Sollte das Transkript aufklappbar sein?

Das ist möglich, solange der Text im HTML steht und nicht erst per JavaScript nachgeladen wird.