SEO

KI-SEO: Wie KI die Suchmaschinenoptimierung verändert

von Benjamin Kaim
SEO & KI Experte
Veröffentlicht: 3 Min. Lesezeit

KI-SEO hat zwei Bedeutungen: Zum einen die Optimierung für KI-gestützte Suchen wie Google AI Overviews, den KI-Modus oder ChatGPT, auch GEO genannt. Zum anderen den Einsatz von KI-Werkzeugen in der eigenen SEO-Arbeit. Beides verändert die Suchmaschinenoptimierung, ersetzt aber ihre Grundlagen nicht.

  • KI-Zusammenfassungen senken die Klicks auf klassische Ergebnisse.
  • Schon vor AI Overviews endeten rund 59 % der Google-Suchen ohne Klick.
  • Für Googles KI-Funktionen gelten laut Google die bekannten SEO-Grundlagen.
  • Neu sind Erwähnungen, zitierfähige Inhalte und Messung in KI-Antworten.

Wie KI die Suche verändert

Die Google-Suche war schon vor AI Overviews auf dem Weg zu weniger Klicks. Laut einer SparkToro-Auswertung von Datos-Daten endeten 2024 in den USA 58,5 % und in der EU 59,7 % der Google-Suchen ohne Klick. KI-Zusammenfassungen verstärken diesen Trend: Laut Pew Research Center klickten Nutzer mit einer KI-Zusammenfassung nur in 8 % der Fälle auf ein Ergebnis, ohne in 15 %.

Veränderung der Suche durch KI
FrüherHeute
Zehn Links pro SucheAntwort plus wenige Quellen
Kurze KeywordsLängere Fragen mit Kontext
Ziel: KlickZiel: Nennung und Klick
Messung: RankingsMessung: Rankings und Anteil in KI-Antworten

Was von SEO bleibt

„There are no additional requirements to appear in AI Overviews or AI Mode.“

Google Search Central, „AI features and your website“

Laut Google gelten für AI Overviews und den KI-Modus die bekannten SEO-Grundlagen: indexierbare, snippet-fähige Seiten mit hilfreichen Inhalten. Technische Sauberkeit, gute Inhalte und Vertrauen (E-E-A-T) bleiben also die Basis.

Was neu dazukommt

  • Teilfragen abdecken: Google recherchiert per Query Fan-out mehrere Unterthemen gleichzeitig.
  • Erwähnungen aufbauen: Web-Erwähnungen hängen stärker mit KI-Nennungen zusammen als Backlinks, siehe Backlinks im KI-Zeitalter.
  • Zitierfähig schreiben: Zitate (+41 %), Statistiken (+32 %) und Quellen (+27 %) erhöhen laut GEO-Studie die Sichtbarkeit.
  • KI-Crawler zulassen: OAI-SearchBot, PerplexityBot und Co. in der robots.txt nicht blockieren, siehe KI-Crawler und robots.txt.
  • Anders messen: Sichtbarkeit in KI-Antworten regelmäßig erheben.

KI in der eigenen SEO-Arbeit

Einsatz von KI in der SEO-Arbeit
AufgabeWie KI hilftWorauf achten
Keyword- und ThemenrechercheFragen und Unterthemen sammelnSuchvolumen mit echten Daten prüfen
GliederungenStruktur und Fragen vorschlagenAn Suchintention anpassen
TexteEntwürfe schneller erstellenFakten prüfen, Erfahrung ergänzen
Meta-DatenTitel und Beschreibungen formulierenLänge und Keyword prüfen
Strukturierte DatenSchema-Markup vorbereitenMit Testtools validieren
AuswertungDaten zusammenfassenRohdaten gegenprüfen

Google bewertet Inhalte nach Qualität, unabhängig davon, ob sie mit KI erstellt wurden. Mehr dazu im Artikel KI-Texte erkennen.

Häufige Fragen

Ist KI-SEO dasselbe wie GEO?

Teilweise. GEO bezeichnet die Optimierung für KI-generierte Antworten. KI-SEO wird zusätzlich für den Einsatz von KI-Werkzeugen in der SEO-Arbeit verwendet. Den Vergleich erklärt der Artikel GEO vs. SEO.

Ersetzt KI die Suchmaschinenoptimierung?

Nein. KI-Suchen greifen auf Suchindizes zurück, und Google sagt, dass für seine KI-Funktionen die SEO-Grundlagen gelten. SEO wird ergänzt, nicht ersetzt.

Wie starte ich mit KI-SEO?

Prüfen Sie zuerst, ob Ihre Marke in KI-Antworten vorkommt, etwa mit dem kostenlosen KI-Sichtbarkeits-Check, und setzen Sie dann die Maßnahmen aus dem Artikel KI-Sichtbarkeit verbessern um.