Was ist generative KI? Einfach erklärt mit Beispielen
Generative KI ist künstliche Intelligenz, die neue Inhalte erzeugt: Texte, Bilder, Audio, Videos oder Programmcode. Sie lernt aus großen Datenmengen Muster und erstellt auf dieser Grundlage auf Anfrage neue Inhalte. Bekannte Beispiele sind ChatGPT, Gemini und Claude für Texte.
- Generative KI erstellt neue Inhalte, statt nur Daten zu sortieren oder zu bewerten.
- Grundlage für Texte sind große Sprachmodelle (LLMs).
- ChatGPT startete am 30. November 2022 und hat laut OpenAI inzwischen rund 900 Millionen wöchentliche Nutzer.
- KI kann sich irren: Quellen und Fakten sollten geprüft werden.
Generative KI: Definition
Klassische KI-Systeme ordnen Daten ein, etwa ob eine E-Mail Spam ist. Generative KI geht einen Schritt weiter: Sie erzeugt etwas Neues, das es vorher so nicht gab. Das Wort „generativ“ kommt vom lateinischen „generare“, erzeugen.
Wie funktioniert generative KI?
- Training: Das Modell wird mit sehr großen Mengen an Texten, Bildern oder anderen Daten trainiert und lernt dabei Muster und Zusammenhänge.
- Eingabe: Ein Nutzer stellt eine Aufgabe, den sogenannten Prompt.
- Erzeugung: Das Modell berechnet Schritt für Schritt die wahrscheinlich passende Fortsetzung, bei Texten Wort für Wort.
- Ergänzung durch Websuche: Viele Anwendungen recherchieren zusätzlich im Web und nennen Quellen. Dieses Verfahren heißt Retrieval-Augmented Generation (RAG).
Beispiele für generative KI
| Inhalt | Beispiele für Anwendungen |
|---|---|
| Text | ChatGPT, Gemini, Claude, Microsoft Copilot |
| Suche mit Antworten | Perplexity, Google AI Overviews, Google KI-Modus |
| Bilder | Bildgeneratoren in ChatGPT und Gemini |
| Programmcode | Code-Assistenten in Entwicklungsumgebungen |
| Audio und Video | Sprachsynthese, Videogeneratoren |
Den Durchbruch in der breiten Öffentlichkeit brachte ChatGPT, das OpenAI am 30. November 2022 vorstellte. Im Februar 2026 meldete OpenAI rund 900 Millionen wöchentliche Nutzer.
Grenzen und Risiken
- Halluzinationen: Generative KI kann überzeugend klingende, aber falsche Aussagen erzeugen. Mehr dazu im Lexikon unter Halluzination.
- Veraltetes Wissen: Ohne Websuche kennt ein Modell nur den Stand seines Trainings.
- Urheberrecht und Datenschutz: Eingaben und Ergebnisse sollten auf rechtliche Fragen geprüft werden.
- Schwankende Antworten: Dieselbe Frage kann unterschiedliche Antworten liefern.
Was generative KI für Unternehmen bedeutet
Generative KI verändert, wie Menschen nach Informationen suchen. Statt eine Liste von Links zu durchsuchen, lesen sie eine zusammengefasste Antwort. Für Unternehmen stellt sich damit eine neue Frage: Kommt meine Marke in diesen Antworten vor? Die Optimierung dafür heißt Generative Engine Optimization (GEO). Forscher der Princeton University haben gezeigt, dass gezielte Textänderungen die Sichtbarkeit in KI-Antworten um bis zu 40 % erhöhen können. Einen Einstieg bietet unser Leitfaden KI-Sichtbarkeit.
Häufige Fragen
Ist ChatGPT generative KI?
Ja. ChatGPT erzeugt auf Basis eines großen Sprachmodells neue Texte und gehört damit zur generativen KI.
Was ist der Unterschied zwischen KI und generativer KI?
KI ist der Oberbegriff. Generative KI ist ein Teilbereich, der neue Inhalte erzeugt. Andere KI-Systeme erkennen zum Beispiel Muster, sortieren Daten oder treffen Vorhersagen.
Kann generative KI Fakten garantieren?
Nein. Antworten können Fehler enthalten. Wichtige Aussagen sollten an den angegebenen Quellen überprüft werden.
Quellen
- OpenAI: Introducing ChatGPT, 30.11.2022
- OpenAI: „Scaling AI for Everyone“, 27.02.2026, zitiert nach Digital Information World
- Patrick Lewis et al.: Retrieval-Augmented Generation for Knowledge-Intensive NLP Tasks, NeurIPS 2020
- Pranjal Aggarwal et al.: GEO: Generative Engine Optimization, KDD 2024